Ralf Knapp, auch nach 30 Jahren professioneller Theaterarbeit immer noch begeisterungsfĂ€hig, neugierig und experimentierfreudig genug, um sich als Regisseur wie als Schauspieler auf so Manches einzulassen, vom alljĂ€hrlichen Kindertheater mit dem Bremer Ensemble ĂŒber den Zyklus aus musikalischen Lesungen von Thomas-Mann-Romanen, der selbst vor dem „Zauberberg“ nicht zurĂŒckschreckt, bis zum schrĂ€gen „Weißen Rössl“ in der MusicHall, von der leidenschaftlichen Arbeit mit Amateur-Theatern wie Union, Statt-Theater oder der Theatergruppe MĂŒhlenberg ĂŒber die Vorbereitung der Weltrevolution in Projekten wie Michael Rettigs „Burnout-Monologe“ bis hin zu den knallharten Thrillern wie „Warte, bis es dunkel ist“ oder „FrĂ€ulein Smillas GespĂŒr fĂŒr Schnee“ und den nicht ganz so harten Thrillern wie „Die 39 Stufen“, „Die Frau in Schwarz“ oder „Der Weibsteufel“, ach ja, und nicht zu vergessen: die Überzeugung von der Kraft des Mediums geht so weit, dass sich das GrĂŒnden von Theatern (und damit meint er solche, die den Namen verdienen) zu einer Art anti-zyklischen Hobbys in Zeiten des allgegenwĂ€rtigen Theatersterbens entwickelt hat.

Letztes Manifest dieses anachronistischen Drangs: das bremer kriminal theater, in dem sich die drei HauptbeschĂ€ftigungsfelder meiner bisherigen Theaterarbeit verbinden, das heißt: die ProfessionalitĂ€t des Stadttheaters, die Experimentierfreude der Freien Szene und der Unterhaltungsanspruch des Boulevardtheaters vereinen sollen und das seit fĂŒnf Jahren den Mittelpunkt seiner Arbeit ausmacht.

 

Regie:
– MĂ€nner und andere IrrtĂŒmer



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